Was versteht man unter Pull Prinzip?

Beim Pull-Prinzip werden Handel oder produzierende Unternehmen mit Gütern je nach geschätztem bzw. konkretem Bedarf beliefert. Hersteller von Gütern und Händler arbeiten mit den Logistikern zusammen, tauschen Verkaufs- und Bestandszahlen aus und stellen so die Warenversorgung (im Idealfall –> Just-In-Time) sicher.
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Das Pull-Prinzip ist ein Konzept aus der Wirtschaft und beschreibt einen Ansatz, bei dem ein Produkt oder eine Dienstleistung vom Kunden aktiv nachgefragt wird. Im Gegensatz zum Push-Prinzip, bei dem Produkte oder Dienstleistungen aktiv beworben und auf den Markt gedrängt werden, wird beim Pull-Prinzip der Kunde in den Fokus gestellt. Das Ziel ist es, dass der Kunde das Produkt oder die Dienstleistung aus eigenem Interesse nachfragt.

Das Pull-Prinzip kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden. Ein Beispiel ist die Produktion. Hier wird das Pull-Prinzip oft in Verbindung mit der Just-in-Time-Produktion angewendet. Dabei wird die Produktion erst dann gestartet, wenn eine Bestellung vorliegt. Das hat den Vorteil, dass keine Überproduktion stattfindet und somit Kosten gespart werden können.


Ein weiterer Anwendungsfall sind Pull-Instrumente im Marketing. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die dazu beitragen, dass potenzielle Kunden auf das Unternehmen aufmerksam werden und sich aus eigenem Interesse heraus mit dem Unternehmen und seinen Produkten oder Dienstleistungen beschäftigen. Das können beispielsweise informative Blog-Artikel oder Social-Media-Posts sein, die den Kunden neugierig machen und ihn dazu animieren, mehr über das Unternehmen zu erfahren.

Die FIFO-Methode (First-in-First-out) ist ein Beispiel für eine Technik, die sowohl Push- als auch Pull-Charakteristiken aufweist. Hierbei handelt es sich um eine Lagerhaltungsmethode, bei der die zuerst gelagerten Produkte auch als erstes verkauft werden. Das kann sowohl als Push- als auch als Pull-Prinzip betrachtet werden, da die Produkte aktiv ins Lager gebracht werden, aber auch erst verkauft werden, wenn sie von Kunden nachgefragt werden.

Pull-Werbung ist eine Strategie, bei der potenzielle Kunden gezielt angesprochen werden, um sie dazu zu bringen, ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung nachzufragen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Werbung nicht aufdringlich wirkt, sondern den Kunden dazu inspiriert, sich aus eigenem Interesse mit dem Produkt oder der Dienstleistung auseinanderzusetzen.

Abschließend lässt sich sagen, dass es in der Wirtschaft verschiedene Ansätze gibt, um Produkte oder Dienstleistungen an den Kunden zu bringen. Das Pull-Prinzip setzt dabei auf die aktive Nachfrage des Kunden und kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden. Es ist ein effektives Mittel, um Kosten zu sparen und den Kunden in den Fokus zu stellen.

FAQ
Wann machen Push Funktionen Sinn?

Push-Funktionen machen dann Sinn, wenn es sich um wichtige und zeitkritische Informationen handelt, die schnell an den Empfänger weitergegeben werden müssen. Ein Beispiel dafür ist eine Benachrichtigung über einen dringenden Termin oder eine wichtige Änderung in einem Projektteam. In solchen Fällen ist das Push-Prinzip, bei dem die Informationen direkt an den Empfänger gesendet werden, effektiver als das Pull-Prinzip.

Was ist ein Push Kanal?

Ein Push Kanal ist ein Kommunikationskanal, bei dem Informationen oder Nachrichten aktiv an den Empfänger gesendet werden, ohne dass dieser explizit danach fragt. Im Gegensatz dazu wird beim Pull Prinzip der Empfänger aktiv die Informationen abrufen, die er benötigt. Ein Beispiel für einen Push Kanal ist eine Benachrichtigung auf dem Smartphone, die automatisch angezeigt wird, wenn eine neue E-Mail oder Nachricht eingegangen ist.

Wann Push und wann Pull?

Das Push-Prinzip wird verwendet, wenn Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden müssen, bevor sie von Kunden angefordert werden. Das bedeutet, dass Unternehmen auf der Grundlage von Marktforschung und Prognosen entscheiden, was produziert und auf den Markt gebracht werden soll.

Das Pull-Prinzip hingegen wird angewendet, wenn Produkte oder Dienstleistungen erst produziert werden, nachdem sie von Kunden angefordert wurden. Das bedeutet, dass Unternehmen auf der Grundlage von Kundenbedürfnissen entscheiden, was produziert und angeboten wird. Dabei wird der Kundenbedarf als Auslöser für die Produktion genommen.


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